Turnverein Bitburg 1911 e. V.

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Jahresbericht 2009

Mitgliederstand
Wir haben zur Zeit 50 Mitglieder in unserer Abteilung.

Wildwasserrennsport
Auf Grund des guten Abschneidens bei den fünf Abfahrtsrennen um den Luxemburg Cup im Vorjahr fassten wir den Entschluss für unseren jugendlichen Nachwuchs neue Wildwasser Rennboote zu beschaffen. Sie wurden im Februar auf die Namen der Flüsse getauft, auf denen wir so erfolgreich waren. Die Wahl fiel daher auf die Namen Clerf und Wiltz. Frau Odette Wagner taufte als Vertreterin des Luxemburgischen Kanuverbandes unsere Boote im Rahmen einer kleinen Feier. Anschließen übergab sie zur Freude der Anwesenden noch ein Taufge-schenk in Form eines finanziellen Zuschusses. Im Laufe des Jahres starteten unsere Sportler 76 mal auf insgesamt acht Veranstaltungen. Fünf Veranstaltungen fanden bei unseren Nachbarn in Luxemburg statt. In diesem Jahr wollten wir auch einmal den finanziell ausgestatten Luxemburg-Cup gewinnen. Dieses wäre uns auch mit Sicherheit gelungen, denn nach vier der fünf Veranstaltungen lagen wir mit 128 Punkten in der Vereinswertung 27 Zähler vor dem nächsten Verein, als die Veranstalter meldeten, das es mangels Masse keine Cup-Wertung geben würde. Bei den Abfahrtsrennen anlässlich der Landesmeisterschaften auf dem Rhein am 27. Juni nahmen fünf unserer Schüler teil. In der Altersklasse B erreichten Moritz Lübken den 2. und Josef Weber den 4. Platz. Bei den Mädchen in der Altersstufe A siegte Jule Glücks vor Anna Lena Weber auf dem 2. und Chiara Niesen auf dem 3. Rang. Beim Mannschaftsrennen belegten unsere Schüler in der Besetzung Josef Weber, Moritz Lübken und Jule Glücks den 2. Rang.

Wildwasserrennen auf der Prüm am 17./18. Oktober 2009
Zu ihren letzten Rennen im Wettkampfjahr 2009 starteten die Wildwasserkanuten traditionsgemäß auf der Prüm. Hierzu hatten Teilnehmer aus 28 Vereinen zu der von unserem Verein ausgerichteten Veranstaltung gemeldet. Am Samstag wurden bei dem 29. Kandi-Malz-Abfahrtsrennen auf der landschaftlich reizvollen Strecke zwischen Wißmansdorf und Oberweis über einhundert Teilnehmer im Minutentakt gestartet. Hierbei ging es in den einzelnen Klassen um die letzte Entscheidung im Deutschland-Cup des Deutschen Kanuverbandes. Wir schickten unsere sichersten Nachwuchsfahrer zwischen Brecht und Oberweis auf die für Schüler schwierige und lange Strecke ins Rennen. Bei den Mädchen belegte in der Alterstufe A Jule Glücks den 6. Rang. Bei den Jungen in der Altersstufe B erreichte Josef Weber Rang 7. Unser Altmeister Martin Vogler zeigte seiner Konkurrenz bei dem Master A Rennen, das er das Siegen nicht verlernt hatte. Sonntags fuhren dann die Schülerklassen zwischen Irrel und Menningen. Von unseren Schülern waren bei den Jüngsten in der Alterstufe C mit dem Sieg Lennart Brücker und dem zweiten Rang Paul Weber die Erfolgreichsten. Jule Glücks errang noch einmal den 6. Rang. Auf Rang 8 kam Anna Lena Weber ins Ziel. Josef Weber erreicht wie am Vortag ebenfalls den 7. Rang. Ab der Jugendklasse war der Start für das Classic Rennen oberhalb der Wasserfälle. Bei den Junioren siegte Peter Schumacher aus Föhren an bei-den Tagen für unseren Nachbarverein Trierer Kanufahrer. Er ist der international erfolgreich-ste deutsche Fahrer der Saison. Bei den Weltmeisterschaften in der Schweiz erreichte er als bester deutscher Fahrer das Siegerpodest auf dem dritten Rang im Einzel Wettbewerb auf der Classic-Strecke. Im Team-Wettbewerb erreichte mit zwei weiteren Fahrern für den DKV den zweiten Rang. Wie in den Vorjahren wurden wir von den Helfern der DLRG sowie des DRK unterstützt.

Wildwassersport
Neben dem Besuch der Rennveranstaltungen haben wir mit den Schülern zur Verbesserung  der Fahrtechnik in den Sommerferien vom 12. bis 16. Juli für zwanzig Teilnehmer ein Trainingscamp bei Hüningen (Frankreich) auf dem Wildwasserkanal im Rheintal wie in den Vorjahren ausgerichtet. Des weiteren wurden von den Senioren vom Frühjahr bis in den Sommer hinein auf den reichlich gefüllten heimischen Kleinflüssen zahlreiche Wildwasserfahrten ausgerichtet.

Wandersport
Paddeltour auf der Berliner Seenlandschaft
Am Samstag, den 16. Juni gingen sechs alten Herren unserer Abteilung wieder auf eine einwöchige große Fahrt. Weitere Mitfahrer aus der Altersklasse Ü 30 waren Daniel und Sven. Ausgangspunkt für unsere Touren war ein Standlager am Dämeritzsee beim Kanu Club Erkner südöstlich von Berlin. Von hier aus konnten wir an sechs Tagen unterschiedliche Fahrten per Boot unternehmen. Da einige Tagesetappen von 30 km vorgesehen waren wurden neben den schnellen Einerkajaks ein nostalgischer Pouch Faltbootzweier und ein GFK-Zweier eingesetzt. Insgesamt konnten die Teilnehmer am Ende 118 km in den persönlichen Fahrtenbüchern verbuchen. Die eindrucksvolle Seenlandschaft bei Berlin und eine ausgedehnte Stadtbesichtigung haben uns diese Unternehmung zu einem unvergessenen Erlebnis werden lassen.

Wochenendtour auf der Ruhr
Eine Wochenendfahrt unternahmen wir vom 21. bis 23. August auf der Ruhr zwischen Herdecke und dem Esserner Baldenysee. Übernachtet wurde an den Bootshäusern der Vereine Wiking Bochum und Steeler Kanu-Club. Im Steeler Kanu-Club haben unsere Abteilungsgründer Herbert und Hermann Schneider im Schüleralter vor 50 Jahren paddeln gelernt. Sie trafen daher noch manchen alten Freund. Inzwischen ist die Ruhr in dem befahren Bereich durch den Einbau von Bootsgassen an den Wehren zu einem paddelfreundlichen Fluss ausgebaut worden. Außerdem ist sie als Trinkwasserlieferant so sauber geworden, das man bis in eine Tiefe von zwei Meter sehen kann. Sie ist daher auch für die Naherholung Suchenden zu einem geschätzten Erlebnisraum in der freien Natur geworden.

Mehrere Mitglieder führten über ihre gesamten Flussfahrten im laufenden Jahr persönliche Fahrtenbücher, die beim Kanuverband Rheinland für den Wanderfahrtenwettbewerb neben besuchten Lehrgänge z. B. über Sicherheit und Flussökologie, berücksichtigt werden. Hierdurch bekommt der Verein u. a.  Fördermittel des Kanuverbandes. In diesem Zusammenhang wurden Hermann Schneider und Herbert Schneider mit dem Wanderfahrerabzeichen in Bronze des Deutschen Kanuverbandes ausgezeichnet.

Jahresabschluss
Am 04. Dezember veranstalteten wir zum Jahresabschluss eine Nikolausfeier im Bootshaus. Hierzu kam St. Nikolaus wie es sich für Kanuten gehört nach einer Bootsfahrt an Land. Er lies das Jahr noch einmal Revue passieren und verteilt Lob und Tadel an die Großen. Für die anwesenden Kinder hatte er selbstverständlich gut gefüllte Tüten dabei.

 

 

Wildwasser-Rennen auf der Prüm | 17./18. Oktober 2009

IMG 1428Zu ihren letzten Rennen im Wettkampfjahr 2009 starteten die Wildwasserkanuten traditionsgemäß auf der Prüm. Hierzu hatten Teilnehmer aus 28 Vereinen zu der von unserem Verein ausgerichteten Veranstaltung gemeldet.
Am Samstag wurden beim 29. Kandi-Malz-Abfahrtsrennen auf der landschaftlich reizvollen Strecke zwischen Wißmansdorf und Oberweis über einhundert Teilnehmer im Minutentakt gestartet. Hierbei ging es in den einzelnen Klassen um die letzte Entscheidung im Deutschland-Cup des Deutschen Kanuverbandes. Wir schickten unsere sichersten Nachwuchsfahrer zwischen Brecht und Oberweis auf die für Schüler schwierige und lange Strecke ins Rennen. Bei den Mädchen belegte in der Alterstufe A Jule Glücks den 6. Rang. Bei den Jungen in der Altersstufe B erreichte Josef Weber Rang 7. Unser Altmeister Martin Vogler zeigte seiner Konkurrenz im Master A Rennen, dass er das Siegen nicht verlernt hatte.

Sonntags fuhren dann die Schülerklassen zwischen Irrel und Menningen. Von unseren Schülern waren bei den Jüngsten in der Alterstufe C mit einem Sieg Lennart Brücker und einem zweiten Rang Paul Weber die Erfolgreichsten. Jule Glücks errang noch einmal den 6. Rang. Auf Rang 8 kam Anna Lena Weber ins Ziel. Josef Weber erreicht wie am Vortag ebenfalls den 7. Rang. Ab der Jugendklasse war der Start für das Classic Rennen oberhalb der Wasserfälle. Bei den Junioren siegte Peter Schumacher aus Föhren an beiden Tagen für unseren Nachbarverein, den Trierer Kanufahrern. Er ist der international erfolgreichste deutsche Juniorenfahrer der Saison. Bei den Weltmeisterschaften in der Schweiz erreichte er als bester deutscher Fahrer das Siegerpodest mit dem dritten Rang im Einzel Wettbewerb auf der Classic Strecke. Im Team-Wettbewerb erreichte er mit zwei weiteren Fahrern des DKV den zweiten Rang.
Wie in den Vorjahren wurden wir von den Helfern der DLRG sowie des DRK unterstützt.

 

 

Tour auf der Ruhr - zurück zu den Wurzeln | 20.-23.08.2009

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Am Donnerstag, den 20. August, fuhr Mittags unser Vorkommando zur Einrichtung des Zeltplatzes bei den Kanufreunden nach Wiking Bochum. In Bochum angekommen bauten wir unsere Zelte für acht Fahrtteilnehmer auf. Nachdem die Nachhut eingetroffen war, konnten wir das Vereinsgelände besichtigen. Besonders freuten wir uns im Bootshaus über das fassfrische Köpi.

Tags darauf stand die erste Paddelstrecke vom KC Herdecke bis Stiepel auf dem Programm. Die ersten Wehre mussten wir umtragen. Erleichtert wurde die Sache, dadurch dass wir keine Zeltausrüstung in den Booten transportieren mussten. Um der bremsenden Wasserpest auf dem Kemnader See aus dem Weg zu gehen nahmen wir einige Umwege bei der Seebefahrung in Kauf. Am Ende des Tages gab es beim alten Fährhaus in Stiepel das wohlverdiente Abendessen. Hier trafen wir auch Hermanns alten Zweierpartner Rainer aus der Rennsportzeit während ihrer Jugend beim Steeler-Kanu-Club.

Nach dem Zeltabbau ging es am Samstag dann weiter Ruhr abwärts. Ziel war das Bootshaus des Steeler-Kanu-Clubs. Hier waren wir, d.h. meine Brüder Hermann, Gerhard und ich vor über vierzig Jahren Mitglieder in der Rennabteilung. Sauberes Wasser und Bootsgassen an den Wehren machen die Ruhr ab Bochum zum paddelfreundlichen Fluss. An den Stromschnellen bei Niederwenigen legten wir eine Pause ein und schauten dem Treiben und Kentern auf dem Wasser zu. Früher sind wir bis hierher stromaufwärts gefahren, um im Kehrwasser an den Buhnen zu trainieren. Die Ruhr war ab hier bis zum Baldeneysee unser heimisches Paddelrevier. Bald war dann das Wehr in Dahlhausen erreicht. Die ehemalige Flussbadeanstalt ist inzwischen geschlossen. Heute herrscht hier bootstouristischer Betrieb und wir rauschten mal wieder durch die Bootsgasse eine Etage tiefer. Nach drei Kilometern erreichten wir das Horster Wehr. Auch hier ging es wieder durch die Bootsgasse ins Unterwasser. Rechts lag bald die ehemalige Horster Flussbadeanstalt. Hier lernten wir ehedem im trüben Wasser vor fünfzig Jahren schwimmen. Unmittelbar darauf folgt die Fußgängerbrücke über die Ruhr am Wirtshaus Großjung. Während unserer Kindheit befand sich hier eine Schwimmbrücke aus einer Holzkonstruktion auf der auch leichte Fahrzeuge den Fluss überqueren konnten. An einem Schlagbaum mussten fünf Pfennig bezahlt werden. Daher hatte sie ihren Namen bei den Anrainern als „Fünfpfennigbrücke“. Die Wiese am rechten Ufer hatten wir früher mit unseren Eltern als Zugang zur Ruhr für unseren Familienkanadier benutzt. Jetzt waren hier zur Mittagszeit eine Menge Boote vertäut. Unsere Boote quetschten wir noch zwischen die anderen und gingen auf die Terrasse des Gasthauses Großjung. Zur Überraschung trafen wir unseren alten Familien- und Paddelfreund Otto. Er war als Tourenguide mit einer Gruppe Kanuten ebenfalls unterwegs. Mein Bruder Gerhard verließ hier unseren Kreis. Er wurde zu einer Familienfeier von seiner Frau abgeholt. Nach einer kleinen Stärkung ging es wieder in die Boote und weiter in Richtung Steele. Am Steeler Wehr ist, wie wir feststellen konnten, auch umgebaut worden. Früher mussten die Kanus über die Schleuseninsel links umgetragen werden. Jetzt liegt die Schleuse rechts. Daneben befindet sich die Bootsgasse. Mehrere Boote lagen hier, es fuhr aber niemand hinunter, sodass die ersten von uns die Reise ins Unterwasser antraten. Die Ampel zeigte zwar rot, aber der Betrieb ging trotzdem irgendwie weiter. Bald wurde ich durch das abfließende Wasser mit meinem edlen selbst gebauten Holzkanadier immer mehr zum Eingang der Gasse gezogen. Letztendlich entschloss auch ich mich nach Aufmunterung meiner Freunde zur Abfahrt trotz roter Ampel. Mit einigen kräftigen Paddelschlägen trieb ich mein Boot vorwärts in die Gasse. Hierauf hatte Neptun, er ist wohl nicht der Freund der Kanuten, nur gewartet. Zum Angriff auf mich steuerte er im passenden Moment die Stauklappe hoch, sodass mein Boot vorne auf den Grund der Bootsgasse knallte und das Heck von der Klappe angehoben wurde. Ich kam mir vor wie beim Rodeoritt und wurde sofort nach rechts aus dem Boot gekippt. Derart erleichtert richtete es sich zum Glück auf, nachdem es einiges an Wasser aufgenommen hatte und rauschte mit dem Restwasser in der Rinne davon. Ich saß buchstäblich auf dem Trockenen und sah dem Spektakel kurz zu. Schnell rappelte ich mich hoch, schwang mich aus der Gasse und nichts wie hin zum Boot, das inzwischen von meinen Freunden ans Ufer bugsiert wurde. Meine Kamera dümpelte eingeschlagen in eine Plastiktüte friedlich unter Wasser im Boot. Sie wurde schnellsten herausgefischt. Akku und Speicherkarte blitzschnell entnommen und durch Schleuderbewegungen das Wasser herausbefördert. Anschließen entleerten wir mit vereinten Kräften mein Boot und stellten fest, dass es nur einige starke Schrammen im Stevenbereich und an den Seitenwänden davongetragen hatte. Jetzt brauchten wir nur noch einmal rechts um die Ecke in den Kraftwerksarm einfahren und eine kurze Strecke bis zum Steg des Steeler-Kanu Clubs paddeln. Hermann traf noch Peter, einen weiteren alten Rennsportpartner, der heute noch in der Drachenbootszene aktiv ist, wieder. Meine Kamera legte ich zum trocknen in die Sonne. Nachdem wir unsere Zelte aufgebaut und die Autos in Bochum abgeholt hatten kamen wir wieder zu unserem verdienten abendlichen Landgang. Es ging zu Fuß in das nur einige Minuten entfernte, bewirtschaftete Boothaus des Steeler Schwimmvereins.

Am Sonntag Vormittag paddelten wir dann bis zum Baldeneysee und zurück. Beim TSV Kupferdreh konnten wir dann noch Zeugen des heute beliebten Massenspektakels Drachenbootrennen werden. Nach unserer Rückkehr am Bootshaus trafen wir weitere alte Paddelfreunde aus unserer Jugendzeit. Fazit unserer Reise: In der alten Heimat zu paddeln hat Spaß gemacht. Man könnte das Programm erweitern und einige historische Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke besichtigen.

 

 

Paddeltour auf der Berliner Seenlandschaft | 13.-20.06.2009

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Am Samstag, den 13. Juni gingen sechs alte Herren unserer Abteilung wieder auf große Fahrt. Weitere Mitfahrer aus der Altersklasse Ü 30 waren Daniel und Sven. Wir hatten ein einwöchiges Standlager am Dämeritzsee beim Kanu Club Erkner südöstlich von Berlin eingerichtet. Von hier aus konnten wir an sechs Tagen unterschiedliche Touren per Boot unternehmen. Da Hansjörg einige Tagesetappen von 30 km vorgesehen hatte, wurden neben den schnellen und bewähren Einerkajaks ein nostalgischer Pouch Faltbootzweier und ein GFK-Zweier eingesetzt.

Am Sonntag, dem ersten Paddeltag, ging unsere 28 km Fahrt zunächst zum Flakensee. Von hier aus dann in östliche Richtung über den Werlsee, den Peetzsee und anschließend bis zum Ende des Möllensees bei Finkenstein und zurück. Das Wetter bescherte angenehme Temperatur und eine leichte Bewölkung. Auf dem Flakenfließ und der alten Löcknitz herrschte reger Bootsverkehr mit nicht immer angenehmen Abgasen der Motorboote.

Montags stand ein Rundkurs bis Köpenik mit einer Länge von 32 km als größte Etappe auf dem Programm. Nach der Überwindung des Gossener Kanals durchquerten wir den Seddinsee und den anschließenden Langer See. Auf der hier befindlichen Berliner Kanu- und Ruderregattastrecke kam es wie erwartet zu den sportlichen Auseinandersetzungen innerhalb unserer Gruppe. Das vorab am Seddinsee mit Daniel und Heiner neu gebildete Duo im Faltboot verlies hierbei als Sieger die Bahnen. Bis hierher hatten wir Seitenwind, der dank der Steueranlagen an den Booten uns keine Schwierigkeiten bereitete. Auf der anschließenden Dahme wurde das Wetter richtig schön und an einem Strand, der wie es schien für uns reserviert war, gingen Daniel und Gerhard FKK-mäßig baden. In Köpenik, am westlichsten Ende der Rundtour hatten wir eine kleine Stadtbegehung durchgeführt, bevor wir über den großen Müggelsee die Rückfahrt nach Erkner absolvierten.

Am Dienstag meldete sich Klaus krank. Bei den Indianern nennt man diesen Zustand auch „Montezumas Rache“. Leider verpasste Klaus die nur 10 km lange Genussfahrt über den Dämeritzsee in die kanaldurchzogene Gartenlandschaft Neu-Venedig. Die Vorgärten reichen hier mit ihrer ganzen Blumenpracht bis zur Uferlinie der Kanäle. Manche an den Hausstegen vertäute Jacht war höher als die dazugehörigen Häuser oder Datscha. Das Herz der Holzbootfreunde konnte sich an dem einen oder anderen interessanten Exponat der alten Bootsbaukunst erfreuen. Als Besonderheit war ein offenes schnelles Motorboot aus Mahagoni mit Innenbordmotor auf einem mobilen Gestell zur Wasserung zu bewundern. Wir hätten es gerne in seinem Element gesehen. Bei der Rückfahrt gab es kräftigen Wind von achtern, der auf dem Dämeritzsee zum Segeln mit unseren Anoraks genutzt wurde. Am Steg unseres Zeltplatzes angekommen, verließ Hans Jörg zur Abwechselung seinen nicht ganz altergerechten, schmalen Eski ausnahmsweise einmal zur Wasserseite.

Mittwochs hatten wir Landgang. Mit der S-Bahn ging es bis zum Berliner Hauptbahnhof. Nach einer Bahnhofsbesichtigung gingen wir zunächst durch das Regierungsviertel. Auch die weiteren relevanten Gebäude und Mahnmale inklusive der Rheinischen Vertretung wurden von uns per Fußmarsch besichtigt. Und siehe da, was lud man am Seiteneingang bei einem Regierungsgebäude ab?. Etliche Fässer mit grünem Ring und die dazu gehörige Ausrüstung für ein schönes Pilsfestchen. Auch das wurde per Foto zur Erinnerung festgehalten.

Am Donnerstag durfte wieder gepaddelt werden. Zunächst Richtung Norden über den Flaken- und Kalksee und weiter bis zum Ende des Strenitzseees, einer Strecke von 24 km hin und zurück. Klaus konnte diese Tour wieder mitfahren. Er ersetzte Heiner im Zweier, der wegen Rückenschmerzen an diesem Tage aufs Paddeln verzichtete. Das Wetter war an diesem Tage nicht angenehm. Leichte Schauer und niedrige Temperaturen ließen den Sommer vor allem auf der Rückfahrt vermissen. Auf dieser Etappe hatten wir auch eine Begegnung mit einer Gruppe Kanuten, die in Großkanadiern unterwegs waren. Ansonsten kreuzten nur ab und zu Einzelpaddler unsere Kurse. Von der Tour zurück empfing uns der zurückgebliebene Chefkoch Heiner mit der Ansage, dass gleich mal wieder gegrillt wird. Die Zutaten hatte er hierzu selbstverständlich bereits besorgt.

Am Freitag hatten wir dann unseren letzten Paddeltag. 28 km wollten wir noch einmal schaffen. Zunächst ging es über den Sedinsee in den Oder-Spree-Kanal. Vor dort über den Krossinsee und den Großen Zug zum südlichsten Punkt bei der Ortschaft Rauchfangschwerder Von hier aus gab es wieder Wind von achtern auf dem Rückweg über den Zeutener See. Nachdem wir dreiviertel der Strecke bis Schmöckwitz hinter uns hatten, kehrten wir etwas länger als sonst in einem italienischen Lokal ein. Die Rückreise zum Zeltplatz legten wir danach teilweise auf der gemütlichen Art mit Segelunterstützung zurück. Insgesamt konnten wir 118 km in unseren Fahrtenbüchern verbuchen, bevor wir am Samstag, den 20. Juni die Heimfahrt antraten. Die eindrucksvolle Seenlandschaft bei Berlin und ihre Sehenswürdigkeiten als Hauptstadt haben bei uns diese Kanutour zu einem unvergessenen Erlebnis werden lassen.

 

 

Wildwasserkanal Hüningen

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Neues Material für erfolgreiche Kanuten

neue booteZwei neue Turnierboote der Kanuabteilung des Turnvereins Bitburg sind im Bootshaus am Stausee in Biersdorf eingeweiht worden. Die Boote und das Zubehör haben 3000 Euro gekostet.

Biersdorf. Die Bitburger Kanuten haben 2008 bei den fünf Rennen um den Luxemburg Cup hinter der favorisierten Mannschaft aus der luxemburgischen Hauptstadt einen hervorragenden zweiten Platz belegt.
Aufgrund dieses guten Abschneidens lag es nahe, die zwei neuen Kajaks bei ihrer Einweihung im Bootshaus am Stausee in Biersdorf auf die Namen der Flüsse zu taufen, auf denen man so erfolgreich gewesen ist. Die Wahl fiel daher auf die Namen "Clerf" und "Wiltz". Finanziert wurden die Boote aus einer Gemeinschaftskasse der Kanuabteilung, vom Sportbund Rheinland und aus dem Preisgeld des Luxemburg Cup. Odette Wagner hatte als Vertreterin des Luxemburgischen Kanuverbands die Ehre, feierlich den Taufakt für die neuen Schmuckstücke zu übernehmen.

Verbesserung von Kraft, Ausdauer und Körpergefühl
Die Eifel bietet mit ihren zahlreichen Flüssen das ideale Terrain für den Kanusport. Gerade auch für Jugendliche und Kinder ist der Kanusport ein gutes Training zur Verbesserung von Kraft, Ausdauer und Körpergefühl. Besonders die Kleinsten lernen dabei sehr schnell das Gleichgewicht im Boot zu halten.

Der nächste Schnupperlehrgang der Kanuabteilung für alle, die Interesse an diesem Sport haben, beginnt Anfang Mai.
(Text und Bild mit freundlicher Genehmigung des Trierischen Volksfreunds, Autor: Marco Follmann)

 

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